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Die Frau, die man nach dem Sex abschalten kann
von Sven Eric Panitz
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Regie: Sabine Koch
es spielen: Ariane Klüpfel, Patrick Twinem, Bastian Korff, Sabine
Koch

Werbepostkarte
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Komödie über Künstliche Intelligenz und natürliche Dummheit
Eine Frau zum Abschalten. Für Siggi eine attraktive Vorstellung. Zwar
passen Männer und Frauen anatomisch hervorragend zusammen,
doch kommt es ansonsten immer wieder zu Streit,
Missverständnissen und Trennungen.
Siggi kauft sich die lebensechte Puppe Olympia. Leider ist die
bestellte Katalogpuppe nicht die gewünschte stumme
Sexpuppe, sondern mit künstlicher Intelligenz
ausgestattet. Olympia hat ihren eigenen Kopf und stürzt
Siggi mit der entwaffnenden Logik eines Roboters immer
wieder in Sinnkrisen und an den Rande des Wahnsinns. Als
dann sein Freund Werner auch einmal probieren will, wie es
denn mit so einer Puppe ist, bricht das Chaos vollends
aus...
Der Informatikprofessor Sven Eric Panitz beleuchtet in seiner
turbulenten Komödie unterhaltsam Fragen der künstlichen
Intelligenz. Können Roboter Gefühle haben oder träumen sie
doch nur von elektrischen Schafen? Und wie unterscheidet
sich das?
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Pressestimmen

Spagat zwischen Tiefe und Oberflächenulk
Showbühne präsentiert "abschaltbare Frau"
[...]
Ariane Klüpfel verkörpert die Puppe mit naivem Augenaufschlag und
lasziv französischem Akzent, lässt jedoch von Beginn an spüren, dass
hinter der neugierigen Plastiklady keine dümmliche Barbie zu vermuten
ist. Ansonsten spart man nicht an Plattitüden ("Wenn das neben mir
meine bessere Hälfte ist, dann will ich die andere gar nicht sehen")
und Stereotypen: Hier die Bier trinkenden Pantoffelmachos Werner
(Patrick Twinem) und Siggi (Mario Kirchbaum), dort die
kontrollsüchtigen Quasseltante Nicole, überzeugend verkörpert von
Regisseurin Sabine Koch. Was zu Beginn als eine vielleicht ein
bisschen zu lässige Oberflächenkomödie erscheint, offenbart jedoch
nach und nach eine nicht selbstverständliche Tiefe.
Vor allem zur zweiten Hälfte hin weicht das Skript auch
philosophischen Fragestellungen nach dem Wesen des Menschseins und der
Existenz eines freien Willens nicht aus. Bald ist gar nicht mehr klar,
ob sich die gefühlsgesteuerten "Organischen" wirklich so sehr von
programmierten Robotern unterscheiden. Schließlich ist es aber doch
die differente Weltsicht von Siggi und der künstlichen Olympia, die
alle Figuren auf eine charakterliche Probe stellt und einen
unerwarteten, absurden Ausgang herbeiführt.
Eva Szulkowski, Mainzer Rhein Zeitung, 2.5.2009 |

Ein intelligentes Puppenspiel
[...]
Dafür, dass so etwas seinem Stück nicht passiert, das in der Showbühne
Mainz aufgeführt wird, hat Panitz Vorsorge getragen. Es gibt einiges
zum Schmunzeln, diverse skurrile Elemente sind vertreten, die
Highlights sind sorgfältig platziert und vor allen Dingen beinhaltet
das Stück nichts Belehrendes. Die Informationen fließen ganz
beiläufig. Beste Voraussetzungen dafür, was eine gute Komödie eben
ausmacht.
[...]
Joachim Atzbach, Wiesbadener Kurier, 14.5.2009 |
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